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bleiberechtsbuendnis@web.de
Bündnis gegen Abschiebehaft Rottenburg

<newsletter@gegen-abschiebehaft.org>
An: newsletter@gegen-abschiebehaft.org

der aktuelle Newsletter des "Bündnis gegen Abschiebehaft
Rottenburg / Tübingen"

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Schließung der Abschiebehaft Rottenburg / Mahnwache am 30.09.09
Ende September werden alle Inhaftierten der JVA Rottenburg nach Mannheim
verlegt. Die Barbarei endet in Rottenburg, wird aber in Mannheim
unverändert fortgesetzt. Wir ziehen aus diesem Anlass ein Resümee und
erinnern an die zahlreichen Tragödien in Rottenburg. Ab 10 Uhr werden
wir auf dem Marktplatz in Rottenburg eine Mahnwache abhalten.
Wir arbeiten darüber hinaus an einem Abschlussbericht über die Arbeit
unserer Gruppe, auf den wir nochmals gesondert hinweisen werden.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/doku.php?id=bga:schliessung

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Ebai Ndip Romeo ist seit einiger Zeit mit seiner deutschen Freundin
verheiratet. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn und wünschen sich
nichts mehr, als zusammen in Deutschland leben zu können. Doch Herrn
Romeo wurde eine 8 Jahre zurück liegende Straftat zum Verhängnis. Obwohl
er sich freiwillig bei den deutschen Behörden gemeldet hatte und um
einen Aufenthalt bat, wurde er eingesperrt, weil man ihm illegale
Einreise nach Deutschland vorwirft. Von seinem Kind und seiner Frau
getrennt, ist er seit Mitte Juni in der Rottenburg inhaftiert. Seiner
Verzweiflung verleiht er in einem Brief Ausdruck, den Sie auf unserer
Homepage lesen können. Wir hatten im Hinblick auf das Wohl seines Sohnes
und mit Verweis auf den Schutz der Ehe seine umgehende Freilassung
gefordert. Mittlerweile wurde er abgeschoben.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/
doku.php?id=bga:blog:trotz_heirat_und_vaterschaft_in_abschiebehaft



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Herr T., von dem wir im letzten Newsletter berichteten, ist Anfang Juli
abgeschoben worden. Obwohl er eine Revision des Asylverfahrens anstrebte
und nach Einschätzung seines Anwalts sein erster Asyltrag nicht
ordentlich behandelt worden ist. T. war 2004 nach Deutschland geflohen,
weil er fürchten musste, in Indien ermordet zu werden.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/
doku.php?id=bga:blog:
abschiebung_trotz_psychischer_und_koerperlicher_erkrankung_nach_6_monaten_abschiebehaft



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Issac Osuwu ist aus Ghana auf dem Seeweg nach Italien gereist. Wie viele
andere hat auch seine Ehefrau die Überfahrt nach Europa nicht überlebt.
Nach der Ankunft in Italien wurde er kurzzeitig versorgt, danach jedoch
weggeschickt. Er war über ein Jahr obdachlos bevor er nach Deutschland
kam und kurz darauf inhaftiert wurde. In Ghana warten seine zwei Kinder
auf seine Unterstützung.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/doku.php?id=bga:
blog:trotz_seetod_der_frau_ohne_versogung_in_italien



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Herrn H. ist vor dem Jugoslawienkrieg aus Bosnien geflohen. Seit Jahren
fährt er mittellos mit dem Fahrrad durch Europa. Er leidet an
Kehlkopfkrebs und versucht seit seiner ersten Operation in Bosnien eine
Nachuntersuchung und Folgebehandlung zu erhalten. Seine Diagnose wurde
in den unterschiedlichen Abschiebegefängnissen, in denen er bisher
inhaftiert war, ignoriert. Derzeit befindet er sich in der JVA
Ravensburg unter anderem wegen Diebstahls einer Winterjacke, die ihn vor
dem Erfrieren bewahren sollte.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/doku.php?id=bga:blog:durch_europa_mit_dem_fahrrad



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Herr F. wurde nach knapp 4-wöchiger Haft in Rottenburg entlassen und ist
endlich wieder bei seiner Familie. Sie waren vor 11 Monaten aus dem
ehemaligen Jugoslawien nach Frankreich geflohen. Nachdem sein Asylantrag
dort abgelehnt wurde, versuchte er in Freiburg als Flüchtling
Anerkennung zu finden. Statt Schutz zu erhalten, wurde er jedoch einen
Tag nach Antragstellung in Haft genommen und von seiner schwangeren Frau
und seinen Kindern (2 und 4 Jahre) getrennt.


http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/doku.php?id=bga:
blog:dramatische_familientrennung_in_freiburg




Herr Wangdi floh als Anhänger der "freedom fighters" vor der Todesstrafe
in Bhutan. Obwohl er bereits 6 Jahre in Deutschland lebt, sein Vater
hier zu Hause ist und er mittlerweile hier ein Kind hat, wurde er zur
Ausreise gezwungen. Seine Familie in Bhutan ist auf Grund von Berichten
über Whangdi Repressionen ausgesetzt. Die Rückkehr nach Bhutan wäre für
ihn lebensbedrohlich. Nach seinen Asylanträgen in Deutschland und dann
in der Schweiz, dortiger Abschiebehaft und Rückschiebung, ist er seit
Ende Mai erneut, diesmal in Rottenburg inhaftiert.

http://gegen-abschiebehaft.org/wiki/doku.php?id=bga:
blog:nach_ueber_6_jahren_in_deutschland_drohende_abschiebung_nach_bhutan


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Bündnis gegen Abschiebehaft Rottenburg
Neckarhalde 32
72070 Tübingen
http://gegen-abschiebehaft.org
info@gegen-abschiebehaft.org
Tel: 07071 / 1384644
Fax: 01805 / 771151055

* wir besuchen und beraten Menschen im Abschiebegefängnis Rottenburg
* wir wollen eine Gesellschaft ohne diskriminierende Sondergesetze für
Migrantlnnen
* wir erwarten die Bekämpfung der Fluchtursachen und nicht der Flüchtlinge
* wir fordern die Bundes- und Landesregierungen auf, die Praxis der
Abschiebungen zu beenden

 

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