Euro-afrikanische Nicht-Regierungs-Konferenz
Migrationen,
Grundrechte und Bewegungsfreiheit
30. Juni und 1.Juli 2006, Marokko (Rabat)
> Wir, AkteurInnen der Zivilgesellschaften von Subsahara-Afrika, Nordafrika und Europa, engagierte AktivistInnen im Kampf für die Rechte von MigrantInnen und in Solidarität mit den Menschen im Exil, entrüstete ZuschauerInnen des Blutbads an Menschenleben, das sich von Jahr zu Jahr vergrößert im Umkreis der Küsten des Mittelmeers und des Atlantiks, lehnen die Aufteilung der Menschheit in diejenigen, die sich frei bewegen können auf dem Planeten und diejenigen, denen das verboten ist, ab, ebenso lehnen wir ab, in einer Welt zu leben mit mehr und mehr militarisierten Grenzen, die unsere Kontinente segmentieren und jede Gruppe von Ländern in eine belagerte Festung verwandeln.
> Wir wissen, dass der Ursprung des �Problems�, zu diesen Fragen der Migration, zwischen Europa und Afrika zuallererst in Europa zu suchen ist: Es ist nicht die afrikanische Migrationsflut, demographisch unbedeutend, die Europa überschwemmt, sondern es sind die Interessen, der Protektionismus und die Phobien eben jener, die einerseits dem freien Handel zustimmen, andererseits eine belagerte Festung errichten, indem sie die Grenzen eine nach der andern schließen. Dieses Europa stigmatisiert den Fremden wie eine Bedrohung und vermischt auf unzulässige Weise Migration und Terrorismus, leitet die Entwicklungshilfe um in ein Mittel des Anti-Migrationskampfs und verwandelt das Recht auf Asyl in ein Recht der Ablehnung, um die Razzien und Abschiebungen der abgelehnten Asylbewerber zu rechtfertigen. Dieses Europa vervielfacht die Abkommen mit den Ländern an der Südküste des Mittelmeers, um ihnen die Aufteilung der Politik der Filterung und der Repression der Migrationen aufzuerlegen, indem es selbst Akteure der Solidarität den Zielsetzungen der Fernhaltung von Fremden unterordnet. Diese erste Verantwortung der europäischen Staaten befreit die afrikanischen Staaten nicht von ihren eigenen Verantwortlichkeiten, denn ihre Unfähigkeiten und Funktionsmängel arten zu politischen und ökonomischen Stagnationen aus, die ihren BürgerInnen keine andere Hoffnung lassen als wegzugehen. Aber niemand kann den Zustand der Kräftebeziehungen zwischen den europäischen und afrikanischen Staaten ignorieren.
> Auf der Basis der politischen und diplomatischen Entwicklungen, die seit mindestens zehn Jahren zu beobachten sind, und den jüngsten Ereignissen, stellen wir die Unfähigkeit der institutionellen Akteure fest, insbesondere im euro-mediterranen und euro-afrikanischen Raum, von Ideologien Abstand zu nehmen, die gegen Migration gerichtet sind, die in der Brust der führenden Eliten vorherrschen, besonders in Europa und durch Ansteckung auch mehr und mehr in Nordafrika. Einige Monate vor den nächsten Konferenzen zwischen den Regierungen über dieses Thema fürchten wir mehr denn je, dass die Technokraten von Polizei und Diplomatie sich untereinander einigen über die Grenzen, über deren selektive Schließung gegen die Ärmsten und am meisten dem Elend und den Verfolgungen Ausgesetzten. Wir wissen, dass fremdenfeindliche Nationalismen einen Bezugspunkt der Regierungspolitik darstellen, immer auch leicht zu benutzen und gefährlich für unsere Zukunft, die in unserer Vergangenheit verwüstend waren. Wir wissen, dass dieser Bezugspunkt hinzugefügt werden kann zu den Logiken des Marktes mit einer selektiven Auswahl der nützlichen Arbeitskräfte und einem brain drain (Weggang der Gebildeten aus den armen Ländern). Wir denken, dass ein reelles Risiko besteht, dass ein Konsens der Eliten zustande kommt, basierend auf gegenseitigen Vereinbarungen über das Mittelmeer, über die Aufspaltung der Interessen zwischen den Eliten und den Völkern und mit dem Ergebnis der Schaffung einer Pufferzone sowie einer Segmentierung Afrikas.
Aus diesen Gründen...
> rufen wir die gesamten AkteurInnen der Zivilgesellschaften Nordafrikas, Subsahara-Afrikas und Europas auf, teilzunehmen an einer euro-afrikanischen Nicht-Regierungs-Konferenz über den Respekt gegenüber den Grundrechten, Bewegungsfreiheit für alle, eine Politik der Entwicklung und Teilung des Wohlstands, die nicht mit der Bedingung von Sicherheitszielen verknüpft wird, über den Kampf gegen die Sicherheitspolitiken und ihre Konsequenzen, über Politiken der Aufnahme und Integration, die das Recht auf Asyl rehabilitieren und die Anerkennung der Gesamtheit der Rechte von MigrantInnen, als Arbeitskräfte und BürgerInnen.
> Am Ende dieser Konferenz wird das erste euro-afrikanische Nicht-Regierungs-Manifest über Migrationen, die Grundrechte und die Bewegungsfreiheit verabschiedet werden.
> Daten der Konferenz: 30. Juni und 1. Juli 2006-06-13
> Gastgebendes Land: Marokko (Rabat)
> Während einer Versammlung aus drei Regionen � subsaharisches Afrika � Maghreb � Europa, die am 1. April in Rabat stattfand, wurde die Initiative zur Konferenz gestartet von folgenden Personen, Organisationen und Netzwerken:
> MIGREUROP / réseau TERRA (France) / Plateforme Migrants � PFM (Maroc) : AFVIC (Maroc), Alterforum (Maroc), AMDH (Maroc), AMERM (Maroc), APDHA (Espagne), ATMF (France), ATTAC (Maroc), Caritas (Maroc), Hommes et environnement (Maroc), Chabaka (Maroc), CIMADE (France), Pateras de la vida (Maroc) / ABCDS (Maroc) / ARCOM (Maroc) / ASDHOM (France) / CESAM (Maroc) / CIRE (Belgique) / Collectif des réfugiés (Maroc) / Conseil des migrants subsahariens (Maroc) / GISTI (France) / SOS migrants (Belgique) / Ali BENSAAD (géographe, Université de Provence et IREMAM-CNRS) / Mehdi ALIOUA (Doctorant en Sociologie / Université de Toulouse le Mirail) / A. Belguendouz (Universitaire, chercheur en migrations à Rabat)
> Sekretariat des Vorbereitungskomitees: Association Marocaine des Droits de l�Homme (AMDH)
> Voreinschreibungsdatum : 20. Mai 2006
> Ablauf der Konferenz
> Die Konferenz wird in vier Teilen organisiert sein, von denen jeder einer beratenden spezifischen Versammlung Raum gibt, evtl. unterteilt in Unter-Arbeitsgruppen:
> Freitag, 30. Juni 2006 � Morgen: Plenumsversammlung
> Eröffnung � Vorstellung der TeilnehmerInnen und der Zielsetzungen der Konferenz � Organisation der beratenden Versammlungen für jede Sitzung und von Untergruppen.
> Freitag, 30. Juni Nachmittag: Thematische Konferenzen
> Vertiefende Arbeit in Kleingruppen am Ende jeder Sitzung
> Unterteilung in thematische Untergruppen (einE RedaktionssekretärInn pro Untergruppe)
> Thema 1 � Respekt der Grundrechte, Bewegungsfreiheit für alle, Rehabilitierung des Asylrechts
> Thema 2 � Konfrontation mit den Sicherheitspolitiken und ihren Konsequenzen
> Thema 3 � Entwicklung und Teilung des Wohlstands
> Thema 4 � Politiken der Aufnahme und Integration für die Rechte der migrantischen Arbeitskräfte und BürgerInnen
> Samstag, 1. Juli 2006 � Morgen: Thematische Konferenzen (Fortsetzung)
> Getrennte Versammlungen der vier beratenden Versammlungen:
> - Verallgemeinerung von Vorschlägen und Synthesen für jedes Thema
> - Gemeinsame Diskussion des Redaktionsprojekts der Schlussfolgerungen
> - Vertiefende Diskussionen über die Strategien, um die Schlussfolgerungen zu �erlassen� und �in Kraft zu setzen�
> Samstag, 1. Juli 2006 Nachmittag: Plenumsversammlung
> Abschluss-Synthese � Vortrag, Annahme und Unterschreiben des Nicht-Regierungs-Manifests � Ausarbeitung von Aktionsstrategien � Abschluss
> Öffentliche Kundgebung
> Conférence non gouvernementale euro-africaine
> Migrations,
> droits fondamentaux et liberté de circulation
> > > 30 juin et 1er juillet 2006, Maroc (Rabat � Bouznika)
> > > > > > > Nous, acteurs des sociétés civiles d�Afrique subsaharienne, Afrique du Nord et Europe, militants engagés dans la lutte pour les droits des migrants et dans la solidarité avec les exilés, spectateurs indignés de l�hécatombe en vies humaines qui s�amplifie d�année en année au large des côtes méditerranéennes et atlantiques, refusons la division de l�humanité entre ceux qui peuvent circuler librement sur la planète et ceux à qui cela est interdit, refusons également de vivre dans un monde aux frontières de plus en plus militarisées qui segmentent nos continents et transforment chaque groupe de pays en forteresse assiégée.
> > > Nous savons que l�origine du « problème », sur ces questions migratoires, entre l�Europe et l�Afrique est à chercher d�abord en Europe : ce n�est pas le flux migratoire africain, démographiquement insignifiant, qui envahit l�Europe mais les intérêts, le protectionnisme et les phobies de celle-ci qui impose d'une main des accords de libre commerce et s'érige de l'autre en forteresse assiégée, fermant les frontières les unes après les autres. Cette Europe stigmatise l�étranger comme menace et opère un amalgame inadmissible entre migration et terrorisme, dévoie l�aide au développement en moyen de lutte anti-migratoire et transforme le droit d�asile en droit de rejet pour justifier les rafles et expulsions des déboutés. Cette Europe multiplie les accords avec les pays de la rive Sud de la Méditerranée pour imposer le partage des politiques de filtrage et de répression des migrations, subordonnant même des acteurs de solidarité à des finalités de fixation au loin des étrangers. Cette responsabilité première des Etats européens n'exonère pas de leurs propres responsabilités les Etats d�Afrique lorsque leurs carences et dysfonctionnements dégénèrent en marasmes politiques ou économiques qui ne laissent à leurs citoyens d�autre espoir que celui du départ. Mais nul ne peut ignorer l'état des rapports de forces entre les Etats européens et ceux d'Afrique.
> > > Sur la base des évolutions politiques et diplomatiques observables depuis dix ans au moins et des développements les plus récents, nous constatons l�incapacité des acteurs institutionnels, notamment dans l�espace euro-méditerranéen et euro-africain, à s�abstraire des idéologies anti-migratoires qui prédominent au sein des élites dominantes notamment en Europe et par contagion, de plus en plus, au nord de l�Afrique. A quelques mois de prochaines conférences intergouvernementales sur le sujet, nous craignons plus que jamais que les technocraties policières et diplomatiques s�accordent par delà les frontières, sur la fermeture sélectives de celles-ci aux plus démunis et aux plus exposés tant à la misère qu�aux persécutions. Nous savons que les nationalismes xénophobes constituent un référentiel de politique gouvernementale toujours aussi facile d�utilisation et aussi dangereux pour notre avenir qu�il a été dévastateur dans notre passé. Nous savons que ce référentiel peut s�adjoindre des logiques marchandes de tri sélectif de la main d��uvre utile et de drainage des cerveaux. Nous pensons qu�il existe un risque réel de consensus élitaire fondé sur des arrangements réciproques par-delà la Méditerranée, sur les dissociation d�intérêts entre les élites et les peuples et menant à la constitution de zones tampons ainsi qu'à la segmentation de l�Afrique.
> > > Pour ces raisons�
> > > Nous appelons l�ensemble des acteurs des sociétés civiles d�Afrique du Nord, d�Afrique Subsaharienne et d�Europe à participer à la CONFERENCE NON GOUVERNEMENTALE EURO-AFRICAINE sur le respect des droits fondamentaux des migrants, sur la liberté de circulation pour tous, sur une politique de développement et de partage de la prospérité non conditionnée à des finalités sécuritaires, sur la lutte contre les politiques sécuritaires et leurs conséquences, sur des politiques d�accueil et d�intégration qui réhabilitent le droit d�asile et assurent la reconnaissance aux personnes migrantes de l�ensemble de leurs droits, de travailleurs et de citoyens.
> > > Au terme de cette Conférence sera adopté le premier Manifeste non gouvernemental euro-africain sur les migrations, les droits fondamentaux et la liberté de circulation.
> > > > > Dates de la Conférence : 30 juin et 1er juillet 2006
> > > Pays d�accueil : Maroc (Rabat � Bouznika)
> > > Lors d�une réunion tripartite Afrique subsaharienne � Maghreb � Europe qui s�est tenue à Rabat le 1er avril, l�initiative de la Conférence a été prise par les personnes, organisations et réseaux suivants :
> > > > > MIGREUROP / réseau TERRA (France) / Plateforme Migrants � PFM (Maroc) : AFVIC (Maroc), Alterforum (Maroc), AMDH (Maroc), AMERM (Maroc), APDHA (Espagne), ATMF (France), ATTAC (Maroc), Caritas (Maroc), Hommes et environnement (Maroc), Chabaka (Maroc), CIMADE (France), Pateras de la vida (Maroc) / ABCDS (Maroc) / ARCOM (Maroc) / ASDHOM (France) / CESAM (Maroc) / CIRE (Belgique) / Collectif des réfugiés (Maroc) / Conseil des migrants subsahariens (Maroc) / GISTI (France) / SOS migrants (Belgique) / Ali BENSAAD (géographe, Université de Provence et IREMAM-CNRS) / Mehdi ALIOUA (Doctorant en Sociologie / Université de Toulouse le Mirail) / A. Belguendouz (Universitaire, chercheur en migrations à Rabat)
> > > Secrétariat du Comité de Préparation : Association Marocaine des Droits de l�Homme (AMDH)
> > > Contact :
conferencemigrations@gmail.com > > > Date limite de pré-inscription : 20 mai 2006
> > > > > Déroulement de la Conférence
> > > La Conférence sera organisée en quatre parties (TITRE) chacune donnant lieu à une assemblée délibérative spécifique éventuellement subdivisée en sous-groupes de travail :
> > > Vendredi 30 juin 2006 � matin : ASSEMBLEE PLENIERE
> Ouverture - Présentation des participants et des finalités de la conférence - Organisation des assemblées délibératives pour chaque TITRE et des sous-groupes.
> > > Vendredi 30 juin 2006 � après-midi : CONFERENCES THEMATIQUES (I)
> Travail exploratoire en sous-groupes issus de chaque TITRE � Répartition thématique des sous-groupes � Un(e) secrétaire de rédaction par sous-groupe.
> > > Titre 1 - Respect des droits fondamentaux, liberté de circulation pour tous, réhabilitation du droit d�asile
> Titre 2 - Faire face aux politiques sécuritaires et à leurs conséquences
> Titre 3 - Développement et partage de la prospérité
> Titre 4 - Politiques d�accueil et d�intégration pour les droits du travailleur et du citoyen migrant
> > > Samedi 1er juillet 2006 � matin : CONFERENCES THEMATIQUES (II)
> Réunions séparées des quatre assemblées délibératives de TITRE : mise en commun des propositions et synthèses au sein de chaque TITRE � Remise en discussion collective du projet de rédaction du TITRE dans son entier � Discussions exploratoires sur les stratégies de « promulgation » et de « mise en �uvre » des conclusions.
> > > Titre 1 - Respect des droits fondamentaux, liberté de circulation pour tous, réhabilitation du droit d�asile
> Titre 2 - Faire face aux politiques sécuritaires et à leurs conséquences
> Titre 3 - Développement et partage de la prospérité
> Titre 4 - Politiques d�accueil et d�intégration pour les droits du travailleur et du citoyen migrant
> > > Samedi 1er juillet 2006 � après-midi : ASSEMBLEE PLENIERE
> Synthèse finale - Lecture, adoption et signature du Manifeste non gouvernemental - Elaboration de la stratégie d'action - Clôture
> > > > MANIFESTATION PUBLIQUE
> > > Contact :
conferencemigrations@gmail.com