Für Menschenrechte einzutreten heißt
gegen Rassismus, Ausbeutung u Krieg zu kämpfen
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- Aktionstag KEINE LAGER NIRGENDWO
- 24.Okt 08 Berlin
- In Katzhütte hat sich nichts getan
08.10.2008 / Antifa / Seite 15 Inhalt
In Katzhütte hat sich nichts getan
Hamburg. Am 3. Oktober besuchte eine 87köpfige Delegation der »Karawane
für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, die inzwischen seit
zehn Jahren aktiv ist, u.a. das Sammellager im thüringischen Katzhütte.
Ihr Fazit: Trotz monatelanger Proteste von dort kasernierten
Flüchtlingen und entgegen allen Verlautbarungen des Landratsamtes hat
sich an den dortigen Zuständen nichts geändert. Die durchgeführten
Reparaturen an einigen Gebäuden zeigten lediglich den Willen der
Landrätin, das erbärmliche Lager zu erhalten, erklärte die Karawane am
Dienstag in einer Pressemitteilung. Noch immer lebten Kinder unter
einer massiven psychischen Dauerbelastung in dem Lager, so der Bericht.
Neben den Familien seien besonders kranke und alte Menschen im Lager in
einer verzweifelten Situation. Die Behauptungen der Landrätin Marion
Philipp am 5. Oktober, in Katzhütte gäbe es eine komplette
Infrastruktur vom Bahnanschluß über einen Arzt bis zu Kindergarten und
Grundschule, »was in jeder Hinsicht der Wohn- und Lebensqualität
unserer Mitbürger entspricht«, entlarve ihre Unfähigkeit zu
gesellschaftlicher Verantwortung.
Die
Karawane erneuerte ihre Forderung nach sofortiger Schließung des
Lagers. Den Flüchtlingen müsse der Umzug in normale Wohnungen
ermöglicht werden. Am Dienstag nachmittag sollten auch Mitglieder des
Thüringer Petitionsausschusses eine Ortsbesichtigung des Lagers
durchführen.
(jW)
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Der nachfolgende Text will einen Blick werfen auf die Strategie und
Logik der „Lager“ in der deutschen, europäischen und internationalen
Migrations- und Flüchtlingspolitik. Der Begriff des „Lagers“ soll vor
allem die Techniken der Entrechtung, Einsperrung, Abschreckung und
Bestrafung identifizieren und benennen helfen - Techniken, die der
gewaltsamen Aufrechterhaltung einer globalen Ungleichheitsordnung
dienen. Bei allen Kontinuitäten und Diskontinuitäten, Widersprüchen und
Entsprechungen in der empirischen Entwicklung und Verwendung von
Lagertechniken scheint uns eines festzustehen: Die „Rückkehr der Lager“
im gesellschaftspolitischen Diskurs und in der Praxis ist ein
untrügliches Indiz für die Schwächung der Menschenrechte – ein Vorgang,
der vor allem in Anbetracht der unheilvollen deutschen Vergangenheit
zutiefst beunruhigen muss. Der Krieg gegen die trikontinentale Massenarmut - Migration, Flucht und die Rückkehr der Lager Artikel Grundrechtekomitee | 17.03.2005 | Flucht, Migration und AsylThomas Hohlfeld / Dirk Vogelskamp
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