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Berlin: Über 15 000 bei revolutionärer 1.Maidemo
„Über 15 000 Menschen versammelten sich
heute in Berlin-Kreuzberg zur 23sten "revolutionären 1.Mai-Demo" unter
dem Motto "für die soziale Revolution weltweit!". Nach Redebeiträgen von
einem Vertreter von Stadtteilini´s, einem linken Gewerkschaftler aus
Frankreich und der ehemaligen Grünen-Vorsitzenden und heutigen radikalen
Antikapitalistin Jutta Ditfurth setzte sich der Demozug schnell in
Bewegung und lief entschlossen und kraftvoll durch Kreuzberg und
Neukölln. Neben der sozialen Vertreibung und Gentrifizierung waren die
Aufstände in Nordafrika, die rassistische Debatte um Sarrazins Buch
"Deutschland schafft sich ab" und die rassistische Polizeigewalt in
Neukölln zentrales Thema. Es wurde an Dennis J., Sliemanm H. und alle
Opfer rassistischer Polizeigewalt gedacht…“ Beitrag auf Indymedia vom 01.05.2011
Für einen allgemeinen Mindestlohn! Willkommen in Europa!
Gemeinsamer
Flyer zum 1. Mai der Gewerkschaftlichen Anlaufstellen für MigrantInnen
in prekären Arbeitsverhältnissen, mit und ohne Papiere . Siehe dazu auch:
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2011/index.html
Offene Grenzen ja – Ausbeutung nein
„Ab dem 1. Mai können Kolleginnen und
Kollegen aus acht osteuropäischen EU-Ländern auch in Deutschland ohne
Beschränkung Jobs suchen. In einigen Branchen könnte der Druck auf die
Löhne steigen: Dort wo ohnehin schlecht bezahlt wird, weil bisher keine
schützenden Mindestlöhne durchgesetzt werden konnten…“
wirtschaftspolitik AKTUELL 8/2011 (Kommentar wm: Etwas weniger Ausbeutung bitte und geregelte
Ausbeutung - als ob es bei Mindestlohn/ Tariflohn-gehalt/Übertariflohn keine
Ausbeutung durch die Lohnarbeit / private Aneignung gäbe)
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/2011/index.html
Deurer, Bretten
Die Beschäftigten werden nach Grad der Hörigkeit von ihren Chefs bezahlt. So liegt der Stundenlohn zwischen 4,- € und max. 7,50 €. Lohnerhöhungen gibt es nicht, wer lieb zum Chef ist bekommt ab und an mal eine Tafel Schokolade für die Kinder.
Gearbeitet werden muss zwischen 12 und 14 Stunden am Tag. Dies meistens bei Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad. Die 6-7 Tage-Woche ist eher die Regel als die Ausnahme. IGMigration Nr. 9 (Dezember 2007): Prekäre Beschäftigung und Migration (810 KB)
9. Ausgabe // Dezember 2007 Prekäre Beschäftigung und Migration Vorstand 2 Herausgeber: Wolfgang Rhode, IG Metall Vorstand, Frankfurt a. M. / Verantwortlich: Nafiz Özbek, IG Metall Vorstand, ...
17.12.2007
Bleiberecht: Humanitäre Lösung verspielt
[11.12.06] "Die Beschlüsse der Innenministerkonferenz sind enttäuschend. Die bürokratischen und an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbeigehenden Vorgaben verschaffen nur rund 20000 Geduldeten eine Chance auf ein Bleiberecht. Mehr als 80 Prozent müssen aufgeben oder einen Hindernislauf bewältigen, den sie nicht gewinnen können. ". Ein Kommentar von Sonja Marko.
Gleichheit vor dem Gesetz und der Schutz aller Menschen vor Diskriminierun-gen ist ein Menschenrecht, das in Deutschland insbesondere in Artikel 3 des Grundgesetzes festgeschrieben ist.
Antidiskriminierungsgesetz - Fortschritt oder Gefahr?
Seit mehr als drei Jahren zögert die Bundesregierung mit der Umsetzung der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien. Nun endlich, zum Ende des Jahres 2004... mehr
07.02.2005
DGB fordert Verzicht auf Fragebogen zur Einbürgerung
Bliesener: „Diskriminierenden und sinnlosen Gesinnungstest zurückziehen!“
Der Deutsche Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg fordert den Verzicht auf den umstrittenen Gesprächsleitfaden für Einbürgerungswillige in... mehr
20.01.2006
Grußwort zum Tag des Flüchtlings
29.09.2000
Rede vom 29.09.2000 von Rainer Bliesener, DGB-Landesvorsitzender in Stuttgart
Liebe Flüchtlingsfreunde, das Motto Ihrer Veranstaltung, „White Card für politisch Verfolgte!“, ist mit einem Ausrufezeichen versehen. Ich möchte dies als DGB-Landesvorsitzender ausdrücklich unterstützen. Es darf doch nicht sein, dass auf der einen Seite die Grenzen für den Arbeitskräftebedarf der Wirtschaft geöffnet werden, gleichzeitig aber die Stimmen zunehmen, das Grundrecht auf Asyl abzuschaffen und von einer individuellen Rechtsschutzgarantie zu einem staatlichen Gnadenakt herabzustufen. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, aber nicht auf Kosten des Grundrechts auf Asyl. Einwanderungspolitik richtet sich nach staatlichen Interessen, das Asylrecht dagegen entspricht den Werten unseres Grundgesetzes und internationalem Völkerrecht. Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden!
Bei der Verteidigung des Asylgrundrechts und seiner humanen Ausgestaltung können Sie auch in Zukunft auf die Unterstützung des DGB zählen. Dies gilt ebenso für die längst fällige Abschaffung des Arbeitsverbots für Asylbewerber wie für unsere gemeinsame Forderung nach Streichung des diskriminierenden Asylbewerberleistungsgesetzes.
Besonders betroffen machen mich die gewalttätigen Übergriffe auf Asylbewerber und andere Ausländerinnen und Ausländer. In Baden-Württemberg werden täglich 2,4 fremdenfeindlich motivierte Straftaten registriert. Dieses dürfen wir nicht hinnehmen. Ich habe deshalb zur Gründung eines Aktionsbündnisses gegen Rechtsextremismus aufgerufen und freue mich, dass neben über 30 anderen Organisationen auch der Arbeitskreis Asyl darin mitarbeiten wird. Am 4. Oktober wollen wir dieses landesweite Bündnis offiziell gründen.
Rassismus und Rechtsextremismus müssen wir in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis bekämpfen. Dazu gehört zu verhindern, dass die Republikaner wieder in den Landtag einziehen. Aber auch die demokratischen Parteien tragen mit ihrer Wortwahl und ihrer Politik Mitverantwortung für ein Klima der Toleranz. Diese Verantwortung gilt es gerade in Baden-Württemberg immer wieder einzufordern.
Ich wünsche Ihnen allen viel Mut und Ausdauer für Ihre Arbeit, vor allem aber ein schönes Fest!
Ihr
Rainer Bliesener
DGB-Landesvorsitzender