Bündnis gegen Abschiebungen

Gleiche Rechte und Bleiberecht für Alle

Die "Option Ruanda

Die EU plant die Überstellung von Flüchtlingen aus Libyen in Lager in Ruanda. Dabei sollen in einem ersten Schritt 500 Flüchtlinge, die eigentlich nach Europa übersetzen wollten, aber in libyschen Lagern festgehalten werden, in den kleinen zentralafrikanischen Staat abgeschoben werden, heißt es in mehreren Berichten. Perspektivisch sei eine Ausweitung des Programms, das von Brüssel wenigstens kofinanziert werden soll, auf bis zu 30.000 Flüchtlinge denkbar. Der Schritt wird erwogen, weil ein Ende 2017 initiiertes Programm stockt, in dessen Rahmen Flüchtlinge aus Libyen nach Niger abgeschoben werden; in Niger wird zunehmend Unmut laut, weil die Flüchtlinge, anders als zunächst versprochen, nur sehr schleppend in die wohlhabenden Länder Europas und Nordamerikas umverteilt werden. Ruanda beherbergt schon jetzt rund 150.000 Flüchtlinge, die dort unter desolaten Verhältnissen in Lagern leben; im vergangenen Jahr wurden elf Flüchtlinge beim Protest gegen 25-prozentige Lebensmittelkürzungen erschossen. Ruanda ist allgemein für seine blutige Repression berüchtigt.  ...                  



Mehr als ein ethnischer Konflikt

Der Völkermord in Ruanda hat eine lange koloniale Vorgeschichte, die bis heute nicht aufgearbeitet ist. Statt dessen werden die Greueltaten zur Rechtfertigung neuer Kriege genutzt  ...


Sie riskieren ihr Leben für einen Traum

Moussa Tchangari über die wachsende Frustration in Niger und die Avantgarde der Migrantinnen und Migranten

Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es mangelt häufig an Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung, Nahrungsmitteln und Trinkwasser. 70 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 25 und ohne Bildung, ohne Job und nicht Teil von Entscheidungsprozessen. Zwei bis drei Millionen Menschen - in einem Land mit fast 20 Millionen Einwohnern - leiden jährlich an Nahrungsmittelkrisen. ...

 

Die Erzeugung reicht nicht fürs ganze Jahr. Das war früher auch schon so und darum ist Migration ein integraler Bestandteil unseres Lebens: Die Menschen suchen während der Trockenzeit in benachbarten Städten oder auch Ländern Arbeit. Aber das wird immer schwieriger.

Liegt das etwa an der EU-Migrationspolitik?

Genau! Niger folgt den Vorgaben der Europäischen Union und schränkt die Bewegungsfreiheit ein - dabei ist das ein Grundrecht! Speziell in der ECOWAS-Zone in Westafrika, wo seit 1979 ein Vertrag gilt, der es allen Bürgern dieser Staaten erlaubt, sich frei zu bewegen und auch niederzulassen. Jetzt wurden die EU-Außengrenzen externalisiert.

Was heißt das konkret? ............


... Die EU stellt sogar dreistellige Millionensummen für die Flüchtlingsabwehr im Sudan zur Verfügung - obwohl die sudanesischen Repressionsapparate für ihren brutalen Umgang mit Migranten berüchtigt sind ...


Kongo: 24 staatliche Morde bei Flüchtlingsprotesten


"... Grenzen zu, lautet weiterhin das Motto der EU - und dafür benötigt man eben weitere Türsteher,

die die Schmutzarbeit übernehmen...."  

Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun Lebensmittelversorgung von insgesamt 6,3 Millionen Menschen gefährdet,

davon allein 4,4 Millionen in Nigeria. rund 2,6 Millionen Menschen auf der Flucht.

300 000 Menschen aus Burundi geflohen 


GAMBIA nach der Diktatur ?- Lagebericht und die Folgen für die gambischen Flüchtlinge in Ba-Wü

3.Mai Hd


Statement von Rex Osa zur Einstellung des Verfahrens wegen Protesten an der nigerianischen Botschaft


Hunderte Tote in Militärhaft Amnesty International legt Bericht über Nigerias Gefängnisse vor.