Gegen Abschiebungen, Rassismus, Faschismus und Krieg - Bleiberecht und gleiche Rechte für Alle

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Arundhati Roy: ‘The pandemic is a portal’

The novelist on how coronavirus threatens India — and what the country, and the world, should do next


"... Whatever it is, coronavirus has made the mighty kneel and brought the world to a halt like nothing else could. Our minds are still racing back and forth, longing for a return to “normality”, trying to stitch our future to our past and refusing to acknowledge the rupture. But the rupture exists. And in the midst of this terrible despair, it offers us a chance to rethink the doomsday machine we have built for ourselves. Nothing could be worse than a return to normality. Historically, pandemics have forced humans to break with the past and imagine their world anew. This one is no different. It is a portal, a gateway between one world and the next. We can choose to walk through it, dragging the carcasses of our prejudice and hatred, our avarice, our data banks and dead ideas, our dead rivers and smoky skies behind us. Or we can walk through lightly, with little luggage, ready to imagine another world. And ready to fight for it. "

Arundhati Roy’s latest novel is ‘The Ministry of Utmost Happiness’

Financial Times, 25.März 20


Indien: 47 Tote nach Übergriffen in Neu-Delhi. Regierungspartei BJP heizt Stimmung weiter an


Sechs Tage nach dem Ausbruch der Gewalt in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi steigt die Zahl der Opfer der Übergriffe weiter an. Bei den Attacken insbesondere regierungstreuer, rechter Mobs auf muslimische Geschäfte und Häuser wurden bislang 47 Menschen getötet und Hunderte verletzt.

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Doch obwohl es auf beiden Seiten zu Brutalität kam, deutet vieles darauf hin, dass die Eskalation gezielt zur Einschüchterung von Muslimen von der BJP geplant wurde. Die Partei des Premierministers Narendra Modi ist der politische Arm der extrem rechten, paramilitärischen Organisation Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS), die Indien als hinduistischen Staat sieht. Die BJP, die im vergangenen Jahr bei den Parlamentswahlen erneut stärkste Kraft geworden war, treibt ihre hindu-nationalistische Agenda mehr denn je voran. Teil davon sind das neue Staatsbürgerschaftsgesetz sowie das geplante »nationale Bevölkerungsregister«, durch die Muslimen Entrechtung droht. Seit über zwei Monaten gehen Hunderttausende gegen die Vorhaben auf die Straße.

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Die Berichte aus den am stärksten betroffenen Vierteln im Nordosten der Hauptstadt sind erschütternd. Zehntausende rotteten sich zusammen und zogen mit Eisenstangen bewaffnet durch die Straßen, zündeten Wohngebäude an und zerrten Muslime oder solche, die sie dafür hielten, aus den Häusern, um sie zu lynchen. Gegenüber der indischen Zeitschrift The Caravan berichteten Journalisten von vor Ort, dass nur jene Gebäude, Geschäfte und Einrichtungen ins Visier genommen wurden, bei denen sichtbare Markierungen wie Halbmonde oder Namensschilder auf die Identität ihrer Besitzer hinwiesen. Zum Teil seien in den Straßen Männer von den Mobs gestoppt und dazu aufgefordert worden, ihren Ausweis zu zeigen. Taten sie das nicht, wurden sie gezwungen zu zeigen, ob sie beschnitten sind oder nicht.

Zudem geben Augenzeugen und Journalisten an, dass Einsatzkräfte den Übergriffen teils tatenlos zusahen oder sie gar aktiv unterstützten. Die Polizei Neu-Delhis untersteht Amit Shah, dem indischen Innenminister der BJP. Dieser ließ in einer öffentlichen Erklärung verlauten, die Opposition stachle die Menschen an. Vertreter der Regierungspartei verbreiten zudem die Theorie, Oppositionelle hätten die Gewalt inszeniert, um Indien und die BJP-Regierung während des Staatsbesuchs des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump vergangene Woche in ein schlechtes Licht zu rücken. Unterdessen richtet die Polizei ihre Anstrengungen ausschließlich gegen lokale muslimische Anführer. Richter S. Muralidhar vom Obersten Gerichtshof in Delhi, der gegen drei BJP-Anführer ermitteln wollte und das Verhalten der Polizei kritisiert hatte, wurde Ende vergangener Woche zwangsversetzt.

Während der heftigste Gewaltausbruch in Neu-Delhi seit Jahrzehnten zeigt, wie erfolgreich die rechte Hetze der BJP die religiösen Spannungen im Land verschärft, gibt es auch Beispiele der Solidarität unter den Bewohnern der Stadt. So berichten Einheimische, dass viele Dalits (früher als »Unberührbare« bezeichnet), Sikhs und Hindus ihre Tempel und Häuser für Muslime öffneten, um ihnen Schutz zu gewähren. Diese wiederum stellten sich immer wieder schützend vor Hindu-Tempel, um diese vor Angriffen zu bewahren.

 


UNO und Rohingyas - mehrheitlich BäuerInnen - fordern gleichberechtigte Staatsbürgerschaft, Rückkehr nach Myranmar auf ihren eigenen Grund und Boden und Entschädigungen für die Opfer des Pogroms/Staatsterrors - "Religionskonflikt"  ? -  instrumentalisiert im Machtkampf um Wasser, Land, Ernährungsgrundlagen - regelmäßige Überschwemmungen wegen Anstieg des Meeresspiegels / Klimaveränderungen eine der Ursachen des Konflikt

 

 

Monsun im größten Flüchtlingslager der Welt

Ein Jahr nach der Flucht gibt es für die Rohingya in Bangladesch kaum Grund zur Hoffnung

       Foto: AFP/Chandan Khanna   

»Mein Vater lief vor mir, meine Mutter hinter mir. Sie wollten auf mich aufpassen. Aber die Soldaten haben erst meinen Vater erschossen, dann meine Mutter. Ich habe sie hinfallen sehen. Dann bin ich gerannt.« Als Bushra ihre Geschichte erzählt, wendet Biplob Sharker sich ab. Der 47-Jährige möchte nicht, dass die Zehnjährige sieht, dass er weint. Bushra ist eines der Tausenden Waisenkinder von Kutupalong, Sharker einer der Tausenden Helfer im größten Flüchtlingslager der Welt. Fast eine Million Rohingya leben mittlerweile in Bangladesch. Die meisten von ihnen flohen vor einem Jahr vor Massakern an der muslimischen Minderheit aus dem buddhistischen Myanmar. Nun sitzen sie in den überfüllten Flüchtlingslagern im Nachbarland fest. Traumata, Perspektivlosigkeit und der Monsun verschärfen die schon jetzt katastrophale Lage in den Camps.

»Die Kinder haben oft Stöcke aufeinander gerichtet und ›Massaker‹ gespielt. So haben sie versucht, zu... ND


Respektiert den Friedensvertrag von 1991 in Kambodscha "Wir wollen Freiheit"




Massenflucht aus Thailand: Die Reaktion der  migrantischen ArbeiterInnen auf das neue Arbeitsgesetz der königlichen  Soldatenregierung

„Thailand: 60,000 workers flee over new labour laws“ am 03. Juli 2017 bei Al Jazeera    ist ein Bericht, in dem die Zahl der Flüchtenden in der letzten   Juniwoche auf etwa 60.000 Menschen geschätzt wird. Seitdem sei die Zahl weiter angestiegen, in erster Linie eben auf der Flucht nach Myanmar – aber auch sehr viele nach Kambodscha. Von den offiziell angegebenen 3   Millionen Menschen aus umgebenden Ländern, die in Thailand arbeiten   (Basisorganisationen gehen von noch höheren Zahlen aus – und vor allem   eben in den Kernbereichen der thailändischen Wirtschaft, wie der   berüchtigten Fischfangflotte), waren bereits nach dem letzten   Militärputsch 2014 rund 250.000 geflohen.

Wenn Elefanten hochzeiten, sterben Bauern. Eine Katastrophe aus der Gentechnikabteilung.

Zum letzten Thema, einem besonders traurigen, angesichts von weit über   14000 indischen Bauern die sich einen gnadenlosen Streit amit Monsanto   schließlich entzogen, indem sie sich umbrachten. Über 14.000.  
Monsanto ist nun aber nicht mehr alleine. Heute wurde auf der  Hauptversammlung von Bayer in Bonn die Elefantenhochzeit der beiden  Konzerne gefeiert. Aber nicht alle dort jubelten der Vorstandschaft zu.
Ein großes Bündnis – verantwortlich für die Kampagne „Meine  Landwirtschaft“ versaute einigen Konzernmanagern die gute Laune durch  Widerworte., Wir fragten den bestens beleumundeten Experten für  Supply-Change-Projekte und LandwirtschaftThorsten Moll von der  Christlichen Initiative Romero, Thorsten Moll, warum er all die schönen  Spareffekte des Zusammenschlusses gar nicht toll findet

Zehntausende Rohingya sind seit dem Ausbruch der Gewalt in die Nachbarländer Burmas geflohen, Foto: Saiful Huq Omi/UNHCR   

Im Vielvölkerstaat Myanmar kriselt es gewaltig. Vor allem im Norden des Rakhine-Staates  eskalieren ethnische und religiöse Spannungen. Jeden Tag lassen Berichte  fürchten, dass Verbrechen gegen die Menschlichkeit stattfinden. Wir  erklären in diesem Video Hintergründe, die aktuelle Lage und wie die  Krise gelöst werden könnte.

Aktuelle Infos und Berichte zum Thema findet ihr auf unserem Blog: wp.me/Pt01n-3WQ


„UN report details massive destruction and serious rights violations since july 2015 in southeast turkey“